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It`s Showtime
Schon Mitte des 19.
Jahrhunderts waren die Maine-Katzen sehr
beliebt. Auf Landwirtschaftsmessen wie der
Skowhegan Fair wurde die schönste
Maine-Katze gekürt, die dann den Titel Maine
State Champion Cat führen durfte. Mrs. E.R.
Pierce, die Mitbesitzerin eines
schwarzweißen Maine-Katers namens Captain
Jenks of the Horse Marines war,
dokumentierte die frühe Geschichte der
Hauskatze in den Staaten und damit auch der
Maine Coon. So tauchten die Maine Cats, wie
sie damals noch genannt wurden, auf Shows in
den Gebieten westlich von Chicago schon 1870
auf. Um 1900 begann das große
Cat-Fancy-Fieber. Überall in den Vereinigten
Staaten wurden Katzenshows organisiert. 1906
gründeten Katzenliebhaber die
Cat Fanciers' Association
(CFA), die heute weltweit vertreten ist. Im
ersten Zuchtbuch der CFA waren 28
Maine-Katzen registriert.
Nach der
frühen Hochphase war es bis in die frühen
1950er Jahre ruhig um die Rasse, und sie
geriet in Vergessenheit. Damit die Maine
Coon als Rassekatze wieder anerkannt werden
konnte, begannen Liebhaber und Züchter mit
einem Show-In, d. h. auf jeder Katzenshow
wurden Maine Coons gezeigt. Da zu diesem
Zeitpunkt noch keine „Zuchtkatzen“ der Rasse
verfügbar waren, wurden so genannte
Foundation-Tiere, aus der natürlichen
Population geholte Katzen mit den
rassetypisch erwünschten Merkmalen, als
Grundstock herangezogen.
Die ersten auch heute
noch bekannten Züchter etablierten sich Ende
der 1960er, Anfang der 1970er Jahre. Im Mai
1976 erkannte mit der CFA – ironischerweise
der Verband, in dem sie zuerst ausgestellt
waren – der letzte große amerikanische
Dachverband die Maine Coon als vollwertige
Rassekatze an. Die Anerkennung in der
Fédération Internationale Féline d’Europe
(FIFé) gelang nicht auf Anhieb. Erst 1983
hat auch die FIFé die Maine Coon in den
Liste der Rassekatzen aufgenommen.
Schon vor der
Anerkennung der Maine Coon durch die
Züchtervereinigungen wurde in Amerika zum
Zwecke der Anerkennung als „Rassekatze“ 1968
die Maine Coon Breeders & Fanciers
Association (MCBFA) gegründet, die bis heute
die wohl bedeutendste internationale Maine
Coon-spezifische Vereinigung ist. Auch in
Italien, den Niederlanden und Finnland,
anderen europäische Hochburgen der Maine
Coon Zucht neben Deutschland, gibt es diese
rassespezifischen Gruppierungen. In
Deutschland selbst gibt es seit dem Beginn
des 21. Jahrhunderts keine derartige
Vereinigung mehr, maßgebend für den Erfolg
der Maine Coon als inzwischen häufigst
gehaltener Rassekatze war jedoch bis 2002
die IG Maine Coon des
1. Deutschen Edelkatzenzüchter-Verbandes
(1. DEKZV), die auch ursächlich mit für den
gültigen Standard der FIFé verantwortlich
zeichnete. |